Archiv für 25. März 2009
Über die Gastronomie gibt es immer etwas zu berichten. Wohl keiner hat damit rechnen wollen und können, dass die Gastronomie als Buhmann der Nation dasteht. Ziemlich unerwartet stehen Gastwirte als Preistreiber da, sogar als Abzocker werden sie tituliert. Dabei glaube ich, sind Wirte selbst auch leidtragende, denn sie haben mit höheren Einkaufspreisen für Waren und Energieaufwand zu kämpfen. Eine ganze Branche wird systematisch zerredet. Jedenfalls braucht die Branche langfristig neue Konzepte, um zu überleben. So mancher hat im vergangenen Jahr, bevor die Krise kam, vielleicht noch investiert und steht nun vor einem Berg finanzieller Nöte. Steigende Preise bei Rohstoffen und Getränken sind auch noch zu kompensieren. Da kann kaum ein Gastronom mit seinen Abgabepreisen da bleiben, wo er bis vor einigen Monaten war. Er muss zusehen, dass die Kasse stimmt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Bis zu 70.000 Insolvenzen soll es nach Meinung von Branchenkennern geben und sprechen dabei von Marktbereinigung. Ja super, die Betroffenen werden es nicht lustig finden. Immer mehr Wirte setzen nun auf Vertrauensbildung. Das bedeutet auch, dass möglicherweise neue Kassen angeschafft werden. Damit kann dem Gast zumindest schon einmal ein richtig ausführlicher Beleg erstellt werden. Auch Herkunftsnachweise von Lebensmitteln sind immer ein gutes Argument. Diese Belege können jederzeit eingesehen werden. Gastronomischer Sieger der Krise könnte die FastFood-Branche sein. Denn zum Teil durchaus leckere Sattmacher werden zu sensationell günstigen Preisen angeboten. Zwei bekannte Burgerketten sind da Vorreiter. Sie sind im weiteren Sinne der Systemgastronomie zuzuordnen. Denn alle Filialen sind gleich ausgestattet und eingerichtet. Die Möbel sind überall gleich, ebenso die Zubereitungsorte. Auch die Kassen sind in jeder Filiale identisch. Netzwerkkassen mit TouchScreen Bildschirm zur einfachen Erfassung der Bestellungen. Ein aufwändiges Zwischenspeichern ist nicht nötig, weil der Gast seine Bestellung bezahlt, bevor er sie bekommt. Die Bestellung wird übrigens wahrscheinlich gleich mit der Eingabe auf dem Bildschirm über die Kassensoftware zur Küche übertragen, wo dann die Zubereitung sofort startet. Der Schnellimbiss meines Vertrauens in meinem Wohnort ist übrigens mit einer Registrierkasse ausgestattet, die durchaus über eine leistungsfähige Kassensoftware verfügen dürfte. Jedenfalls sind die meisten Speisen und Getränke auf Tasten gespeichert, damit beim Kassieren Zeit eingespart wird. Aber die Kasse ist es nicht, warum ich dort essen gehe. Es ist die Gewissheit zu wissen, woher die Produkte kommen und dass sie in Ordnung sind. Und wirklich lecker zubereitet wird das Essen dort auch. Da bin ich gerne bereit, in einem Imbissbetrieb auch verhältnismäßig etwas mehr zu bezahlen. Da ich eh selten essen gehe, tu ich das halt da, wo es mir schmeckt. Und wenn es im Imbiss genauso teuer ist wie im Mittelklasserestaurant, dann ist da auch ok. Was ich in der Gastronomie interessant finde ist zu beobachten, welche Kassensysteme, Registrierkassen und Netzwerkkassen genutzt werden. Und vor allem beobachte ich gern, wie anwenderfreundlich die Geräte sind.
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